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Funktionelle Lebensmittel: Was versteht man unter „Functional Food“?

Es ist kein Geheimnis, dass die Ernährung eine wichtige Rolle im Leben des Menschen spielt. Durch die richtigen Lebensmittel lassen sich viele positive Auswirkungen feststellen. Genau da kommt Functional Food ins Spiel. Was sind funktionelle Lebensmittel und wie verhelfen sie zu einer besseren Gesundheit?

Funktionelle Lebensmittel: Eine Definition

Funktionelle Nahrungsmittel oder funktionelle Lebensmittel – das sind Nahrungsmittel und Getränke, die den Körper nicht nur mit Energie versorgen. Sie übersteigen diese Funktion, indem sie mit bestimmten Zusätzen angereichert sind. Dazu zählen unter anderem Vitamine, Mineralstoffe, Omega-3-Fettsäuren, lebende Bakterienkulturen, Ballaststoffe oder sekundäre Pflanzenstoffe.

Entgegen der allgemeinen Meinung gibt es keine einheitliche Definition funktioneller Lebensmittel. Allerdings unterliegen Hersteller gewissen Auflagen. Die Health-Claims-Verordnung kommt ins Spiel. Die EU-Verordnung hat sie ins Leben gerufen, um vorzuschreiben, in welcher Menge der angegebene Nährstoff im Nahrungsmittel enthalten sein muss.

Wichtig für das Verständnis ist, dass funktionelle Lebensmittel keine Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel sind. Funktionelle Lebensmittel sind, leicht erklärt, einfach Lebensmittel mit einem gesundheitlichen Zusatznutzen.

Welche Zusätze werden bei funktionellen Lebensmitteln verwendet?

Sekundäre Pflanzenstoffe sind als Zusätze deshalb so beliebt, da sie freie Radikale bekämpfen können. Diese entstehen durch schädliche Umwelteinflüsse oder Stoffwechselprozesse. Zu den sekundären Pflanzenstoffen in funktionellen Lebensmitteln zählen unter anderem Carotinoide oder Polyphenole.

Zu den Vitaminen, die gerne in funktionellen Lebensmitteln Anwendung finden, zählen besonders Vitamin C und Vitamin E. Sie sind für ein gut funktionierendes Immunsystem relevant. Folsäure (Vitamin B9) ist vor allem für Schwangere von großer Relevanz.

Ballaststoffe sind vorwiegend in Produkten enthalten, die eine gesunde Verdauung unterstützen sollen und Mineralstoffe werden bei funktionellen Lebensmitteln für ein gesundes Muskel- und Nervensystem eingesetzt. Omega-3-Fettsäuren wiederum sollen das Herz-Kreislauf-System schützen.

Beispiele für funktionelle Lebensmittel

Zu funktionellen Lebensmitteln zählen Produkte des alltäglichen Lebens. Wir haben eine kurze Liste an gängigen Beispielen für funktionelle Lebensmittel zusammengestellt:

·       Probiotische Trinkjoghurts

·       ACE-Getränke mit künstlich zugesetzten Vitaminen

·       Margarine mit Pflanzensterinen für eine cholesterinsenkende Wirkung

·       Müslis mit zugesetztem Eisen und Kalzium

Zudem gibt es mehr und mehr funktionelle Lebensmittel im Bereich Proteinriegel und Energy Drinks. Die koffeinhaltigen Getränke für mehr Energie werden durch die Inhaltsstoffe Taurin, Koffein oder Glucoronolacton zu Functional Food. Und Proteinriegel haben einen positiven Effekt für das Training, da sie jede Menge Proteine liefern, weshalb auch sie streng genommen zu den funktionellen Lebensmitteln zählen.

Woher kommen funktionelle Lebensmittel?

Seinen Ursprung hat Functional Food in Japan. Dort gibt es auf dem Markt bereits seit 1985 Lebensmittel mit Inhaltsstoffen, die einen gesundheitlichen Zusatznutzen bieten sollen. Dieser gesundheitliche Mehrwert darf auch als solches deklariert werden.

Auch in den USA ist Functional Food recht beliebt. Gesundheitsfördernde Lebensmittel sind jedoch nicht alles. Es gibt auch sogenanntes „Beauty Food“ oder „Brain Food“. Diese Nahrungsmittel zielen – je nach Kategorie – auf ein ästhetischeres Äußeres oder eine höhere Konzentrationsfähigkeit ab.

In Europa und Deutschland gibt es funktionelle Lebensmittel erst seit ein paar Jahren. Der Markt wächst jedoch stetig, da die Nachfrage nach Nahrungsmitteln mit einem Nutzen für die Gesundheit steigt. Jedoch ist es streng geregelt, welche Wirkversprechen Hersteller geben dürfen. Bestimmte Behauptungen dürfen somit nur dann aufgestellt werden, wenn die Wirkung der Inhaltsstoffe wissenschaftlich belegt ist. Und auch genaue Verzehrhinweise sind gefordert, damit Verbraucher mit dem Lebensmittel korrekt umzugehen wissen.

Funktionelle Lebensmittel: Vor- und Nachteile im Überblick

Auf den ersten Blick wirken funktionelle Lebensmittel absolut praktisch und vorteilhaft. Es käme vielen Verbrauchern gar nicht in den Sinn, dass sie auch Nachteile mit sich bringen können. Tatsächlich sollte man vor dem Konsum jedoch ein paar Faktoren berücksichtigen.

Wer einen erhöhten Nährstoffbedarf hat, profitiert in der Regel von funktionellen Nahrungsmitteln. Beispielsweise Sportler oder Schwangere benötigen größere Mengen an Mineralstoffen und Vitaminen. Diesen Bedarf können sie meist über die Ernährung nicht decken. In den Fällen sind funktionelle Lebensmittel ein wahrer Segen. Sie schaffen es, ein Defizit auszugleichen und sich positiv auf den Gesundheitszustand auszuwirken.

Allerdings sollte man nicht zu funktionellen Lebensmitteln greifen, ohne nachzudenken. Einige Nährstoffe können sich als schädlich erweisen, wenn man eine zu hohe Menge davon zu sich nimmt. So kann ein Überschuss zu regelrechten Beschwerden führen.

Des Weiteren sollte man solche Lebensmittel nicht als Ersatz für eine gesunde Lebensweise betrachten. Wie auch Nahrungsergänzungsmittel sollte funktionelle Nahrung nur ergänzend verzehrt werden. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist nach wie vor wichtig.

Wer sich gesund ernährt und keine Krankheit hat, die zu einem bestimmten Mangel führt, kann den täglichen Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen meist schon durch normale Lebensmittel decken. Somit sind funktionelle Lebensmittel nicht zwingend nötig, um gesund und gut versorgt zu bleiben.

Eine gewisse Gefahr bergen funktionelle Lebensmittel auch. Durch die Anreicherung mit Vitaminen und Mineralstoffen werden häufig Nahrungsmittel als gesund angesehen, die es gar nicht sind. So sind mehr und mehr Hersteller von Süßigkeiten dazu übergegangen, Kalzium oder Vitamin C hinzuzufügen, nur um ihre Produkte gesünder darzustellen, als sie es eigentlich sind. Somit fällt es Verbrauchern unter Umständen schwieriger, zu differenzieren, welche Lebensmittel nun wirklich noch gesund sind und welche nicht. Ein stark überzuckerter Schokoriegel wird nicht gesundheitsfördernd, nur weil er plötzlich mit Kalzium angereichert ist.

Funktionelle Lebensmittel im Überblick: Beispiele im Fokus

Verschiedene Zusatzstoffe sind es, die funktionelle Nahrungsmittel zu dem machen, was sie sind. Die folgenden Beispiele zeigen, welche Zusätze besonders häufig gewählt werden und worauf man dabei achten sollte. Nicht immer ist funktionelle Nahrung nötig.

Vitamine

Vitamine sind für den menschlichen Körper sehr wichtig. Deshalb setzen auch Hersteller funktioneller Lebensmittel vor allem auf den Zusatz von Vitaminen. Getränke, Milchprodukte und viele andere Produkte sind mit Vitamine C, Vitamin E, oder Vitamine A versetzt.

Nur bei Süßigkeiten sollten Verbraucher aufpassen. Diese werden nicht gesund, nur weil eine bestimmte Menge eines Vitamins enthalten ist. Das kann oft zu Trugschlüssen führen. Außerdem sind funktionelle Lebensmittel mit Vitaminen nicht immer notwendig. Wer ausreichend Obst und Gemüse zu sich nimmt, deckt den täglichen Bedarf an Vitaminen meist bereits damit.

Ballaststoffe

Ballaststoffe werden auch als Präbiotika bezeichnet. Sie haben einen großen Einfluss auf die Darmgesundheit. Vor allem Inulin und Oligofuktose können die nützlichen Bakterien im Dickdarm mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.

Funktionelle Lebensmittel setzen oftmals auf besonders ballaststoffreiche Varianten von Brot, Milchprodukten, Müsliriegeln. Diese sind nicht per se schlecht – ganz im Gegenteil. Allerdings können Verbraucher auch durch eine ausgewogene Ernährung für ausreichend Ballaststoffe in ihrer Diät sorgen. Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse stecken voller Präbiotika, die die Darmgesundheit fördern.

Bakterienkulturen

Vor allem in Joghurts oder Joghurtdrinks sind spezielle Bakterienkulturen als Zusatz sehr beliebt. Es handelt sich um lebensfähige Mikroben, die sich im Dickdarm ansiedeln sollen. Man spricht auch von Probiotika. Da rund 80 % des Immunsystems im Darm liegen, ist es nicht verwunderlich, dass man gerade ihn stärken sollte.

Allerdings muss es nicht immer funktioneller Joghurt sein. Schon ein gewöhnlicher Naturjoghurt kann die Darmflora unterstützen. Oft ist dieser sogar gesünder, da er ohne Zucker oder andere Süßungsmittel auskommt.

Wie erkennt man funktionelle Lebensmittel?

Functional Food ist oft auf den ersten Blick nicht von herkömmlichen Lebensmitteln zu unterscheiden. Daher sollten Verbraucher beim Einkauf einen genaueren Blick auf die Waren werfen. Mit folgenden Begriffen oder ähnlichen Bezeichnungen heben sich funktionelle Lebensmittel häufig von herkömmlichen Joghurts, Säften und Co. ab:

·       „knochenstark“

·       „immunstärkend“

·       „cholesterinsenkend“

Doch nicht nur solche werbenden Begriffe deuten auf funktionelle Lebensmittel hin. Auch der Zusatz „enthält Kalzium“ oder „reich an Ballaststoffen“ spricht für Functional Food. Das hat den einfachen Grund, dass Hersteller gewisse Regelungen erfüllen müssen, um diese Worte verwenden zu dürfen. In der Health-Claims-Verordnung steht ganz genau, in welchem Anteil ein Nährstoff enthalten sein muss.

Auf funktionellen Lebensmitteln steht auch immer ganz genau, in welcher Menge es verzehrt werden muss, damit Verbraucher eine gesundheitliche Wirkung erzielen können. Und auch Nährwerttabellen sowie weitere Angaben sind verpflichtend.

Funktionelle Lebensmittel: Beispiele

Auf einem Fruchtsaft ist der Begriff „Frucht plus C“ aufgedruckt. Geworben wird mit den Worten „für Ihr Immunsystem“. Es handelt sich um ein funktionelles Lebensmittel. Folgende Angaben muss die Verpackung enthalten:

·       Nährwerttabelle und Prozentangaben bei Mineralstoffen und Vitaminen

·       Informationen zur Häufigkeit und Menge des Verzehrs, um eine positive Wirkung zu erzielen

·       Allgemeiner Hinweis auf die Bedeutung einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung

·       Hinweis, welche Personen das Lebensmittel vermeiden sollten

·       Warnhinweis, falls der übermäßige Verzehr gefährlich für die Gesundheit sein könnte

Bei dem Beispiel müssen zudem mindestens 12 mg Vitamin C in 100 ml enthalten sein. Das liegt daran, dass der Hersteller mit dem Inhaltsstoff wirbt.

Alternative zu funktionellen Lebensmitteln: Nahrungsergänzungsmittel für eine gezielte Supplementierung

Funktionelle Lebensmittel können sehr praktisch sein, gehen jedoch auch mit gewissen Risiken einher. Daher greifen immer noch viele Menschen lieber zu Nahrungsergänzungsmitteln, wenn sie einen Mangel feststellen. Fehlt es einem Menschen an bestimmten Vitaminen oder Mineralstoffen, kann es ratsam sein, hochwertige und vor allem natürliche Supplements zu sich zu nehmen. Bei Kingnature beispielsweise gibt es gesunde Nahrungsergänzungsmittel, die der Körper gut aufnehmen kann. Auf diese Weise kann man einem Mangel gezielt entgegenwirken.

Fazit: Funktionelle Lebensmittel sind nicht immer gesund

Auch wenn funktionelle Lebensmittel auf den ersten Blick absolut gesund erscheinen, sind sie nicht immer so harmlos, wie man denken mag. Aus diesem Grund stellt die Supplementierung mit Nahrungsergänzungsmitteln eine sichere Möglichkeit dar, den Körper mit fehlenden Nährstoffen zu versorgen. Functional Food kann auch durchaus gut sein – Verbraucher sollten nur auf die jeweiligen Produkte achten und sich Hersteller genau ansehen. Am allerwichtigsten ist jedoch nach wie vor eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Functional Food sollte niemals einen gesunden Lebensstil ersetzen.